Brainspotting ist ein Behandlungsverfahren für Menschen, die unter den Folgen einer emotionalen oder körperlichen Verletzung leiden.
Dort, wo eine Belastung unsere natürlichen Selbstheilungskräfte überfordert, setzt Brainspotting an.
Einige Beispiele dafür können sein: Traumafolge-Symptomatiken, innere Unruhe, sich wie gelähmt fühlen, Schlafstörungen, Verspannungen, Redeangst, psychosomatische Beschwerden.
„Wohin wir schauen, beeinflusst wie wir uns fühlen“ war schon Hildegard von Bingen überzeugt. Das gilt in der Brainspotting-Behandlung als Leitsatz.

Über das visuelle System und die Körperwahrnehmung schafft Brainspotting Zugang zu traumatisch verursachten Blockaden. Die Technik kann so langanhaltend bei der effektiven Verarbeitung und Integration helfen. Über den körperlichen Zugang kann emotionale Wirksamkeit erzielt werden. KlientInnen berichten immer wieder von deutlicher Erleichterung bis hin zum Verschwinden der Symptomatik.
Ein Brainspot ist ein Punkt im visuellen Gesichtsfeld, der eine starke körperliche oder emotionale Reaktion in KlientInnen auslöst. Die mit dieser Augenposition verbundene Gehirnaktivität kann (un)bewusste Trauma-Erinnerungen gezielt aktivieren. Durch die sichere Beziehung mit dem/der Behandelnden können die nun aktivierten traumatischen Erlebnisse neu verarbeitet und somit integriert werden.
Während der Behandlung folgen die Augen der KlientInnen langsam einem Zeigestab (Pointer) in der Hand der jeweiligen TherapeutInnen. Wird ein Punkt im Gesichtsfeld der KlientInnen erkannt, der eine körperliche Reaktion wie etwa starkes Blinzeln oder einen veränderten Gesichtsausdruck hervorruft, ist ein Brainspot gefunden. Dieser Punkt ist es, der die Erinnerung an eine traumatische Episode hervorbringt oder KlientInnen spüren über den Körper dort hin.
Wirkhypothesen gehen dahin, dass Brainspotting tiefe Regionen im Gehirn, wo traumatische Erlebnisse “abgespeichert” werden, sowie die mit dem Trauma verbundenen Körperregionen aktiviert. Das Verfahren zielt darauf ab, sowohl die emotionale Belastung als auch körperliche Symptome, die mit der traumatischen Episode verbunden sind, so zu integrieren, dass diese von KlientInnen weniger stark oder nicht mehr spürbar werden.

Quelle: vgl. brainspottingaustria.com